Alle Router stehen still, wenn mein starker Arm es will

Noch eine Frage zum Sonntag: Könnte ein vereinter Admin-Streik größeres Chaos anrichten als ein Lokführer-Streik? Falls ja: Welche Forderungen könnte man stellen?

12 Kommentare.

  1. Würde vermutlich mehr finanziellen Schaden anrichten, als man denkt. Aber im Unterschied zu Lokführern sind Admins im Normalfall nicht gewerkschaftlich organisiert und würden wohl einfach gefeuert, wenn sie die Arbeit verweigern… oder?

  2. Stell dir einen großen Konzern vor, der auf seine Computer angewiesen ist… und die acht Huschis, die da im Rechenzentrum sitzen, ziehen einfach das Kabel aus der Wand. Plopp, ganze Firma ohne funktionsfähige Rechner. Meiner Meinung nach richtet das sehr viel Chaos an… ;)
    Forderungen? Kostenlose koffeinfreie und gekühlte Getränke, zu Weihnachten Gutscheine für Thinkgeek etc. und eine eigene Sekretärin, die DAUs abwimmelt. :D

  3. Wir haben bei uns in der Firma das mal aus strategischer Sicht durchgerechnet. Mein Unternehmen ist nicht gerade klein – 14000 Mitarbeiter weltweit. Ein Totalausfall unserer zwei zentralen Rechenzentren über 6 Tage – und wir sind pleite.
    Und in jedem Netz gibt es zentrale Knoten, auf die man Bugs setzen kann, die man nicht innerhalb sechs Tagen findet…

    Klar, wenn es technische Fehler sind, kann man die wohl innerhalb sechs Tagen beseitigen. Aber würde ein Großteil der Mitarbeiter streiken und die Stecker ziehen, säh’s ziemlich übel aus.

  4. Das wär dann aber kein Streik mehr, sondern Sabotage. Streik wäre ja eher, nicht zu reagieren, wenn ein Fehler auftritt.

  5. Johannes: VerDi nimmt Euch gerne, aber man kann ja wie bei SAP eine eigene Gewerkschaft aufmachen.

    Mathias: Streik ist Arbeitsverweigerung, keine Sabotage. Die Lokführer haben die Arbeit verweigert und keine Schienen demontiert.

    Hannes: Hatte die Kalkulation Folgen? Wird bei euch der Sysadmin Day gefeiert? :-)

  6. Vermutlich hätte ein Streik sehr große Auswirkungen, wenn die komplette Adminmannschaft streikt. Wenn nur einer da bliebe, könnte der zu buchenden Externen die root-/Administrator-Kennwörter geben.

    Mit anderen Worten, ich denke, dass man die fehlenden Admins versuchen würde durch Externe zu ersetzen.

    Was mir an dem Spruch nicht gefällt: Warum eigentlich „Arm“? „Finger“ reicht doch …

  7. Dirk: das ist ein bekannter Satz, der IIRC aus den 20er Jahren stammt, un die Macht von streikenden Arbeitern unterstreichen soll. Im Original sind es nur „Räder“ statt „Router“.

    Zudem: können irgendwelche Externe mit ein paar Passwörtern die Arbeit eines Admins direkt voll ausfüllen? Wäre irgendwie ein Armutszeugnis.

  8. Torsten: Wir reden doch von „echten“ Admins, oder?

    „Echte Administratoren“ betreiben ihre Systeme mit einem hohes Mass an Stabilität, Automatisierung und Monitoring. Was wiederum bedeutet, dass Externe nur im Fehlerfall an die Systeme müssten, um den Betrieb sicherzustellen.

    Neuanforderungen müssten liegen bleiben, was aber meist den eigentlichen Betrieb nicht stört. Bis Neuanforderungen kritisch werden, dauert es ein paar Wochen.

  9. sohnvomgastwirt - trackback on 13. August 2007 um 23:07
  10. man könnte anständige gesetzes politik im bezug auf computer fordern

    http://www.vorratsdatenspeicherung.de/

    man merkt ja wie wichtig die wirtschaft dem staat ist..

  11. Streikende admins stehen auf meiner „Ideen, die die Welt mit den Ohren schlackern lassen“-Liste ganz weit oben.

    Liebe jugendliche Revoluzzer, nicht Politik oder Soziologie studieren, schenkt euch das Praktikum bei attac oder Greanpeace, werdet brilliante Informatiker. Wenn ihr dann sys-admins global agierender Konzerne seit, rottet euch zusammen, sperrt die Zugänge, löscht die Passwörter, nehmt die Daten als Geiseln. Nicht vergessen, die admin-Kollegen der Wallstreet, der Notenbanken etc auf eure Seite zu ziehen.

    Einen eleganteren Weg, um das System zu stürzen, kann ich mir nicht vorstellen.

  12. Also über genau so etwas habe ich schon mal mit Freunden / Kollegen nachgedacht. Leider kennen wir bisher keine Gewerkschaft für Admins. Sonst könnte man sowas natürlich mal machen da auch viele Leute aus der IT unterbezahlt sind und trotzdem oft am Wochenende oder Nachts Überstunden machen. Vorallem im Vergleich ist es immer wieder Traurig da sich ein Admin heute oft um die Grundstruktur einer Firma kümmert und Störungen und Problem Lösungen erarbeitet.

    Also ich würde sofort dabei sein da ich täglich einiges an Überstunden mache.

    MfG Speider

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