Installer-Blindheit

Was ich beindruckend finde: wie merkbefreit die Programmierer von Windows-Installern doch sind. Nein, ich installiere nicht das Programm Freeciv. Ich installiere Freeciv 2.1.5 (GTK+ client). Das muss nicht nur im Programmpfad stehen und auch im Startmenü. Damit ich jeden Tag beim Aufruf erinnrt werde, dass es die GTK-Version ist. Plus.

Wenn es nicht etwa ein OpenSource-Programm ist, dann muss jeweils noch der Firmenname davor stehen. Als Extra-Verzeichnis. Weil: das ist das erste Kriterium, wonach der Nomalmensch alles sortiert. Ich hab schließlich auch eine Extra-Schublade für Kaufhof-Socken und eine andere für Tchibo-Socken.

5 Kommentare.

  1. tja, das ist eben der preis der eindeutigkeit. immerhin solltest du froh sein, dass der distributor nicht noch seine IPv6-adresse vorangestellt hat…
    sonst könnte ja jeder verzeichnisse anlegen, wie er gerade möchte und überschreibt damit vermutlich die freeciv version 2.1.4. und dann wäre das geschrei mal wieder groß…

  2. noe, hier ist das sinnvoll, weil es andere Clients gibt, oder gab. Debian hat:
    freeciv-client-gtk
    freeciv-client-sdl
    freeciv-client-xaw3d

  3. allo: Diese Angaben gehören in den Paketmanager, nicht in das Startmenü und nur ausnahmsweise in den Programmpfad.

    Gerade Debian war da immer sehr vorbildlich und hat ein Standard-Menü ohne unnötige Unterverzeichnisse erstellt.

  4. Nicht zu vergessen, dass jedes Programm Links auf jede Executable, den Uninstaller, die Hilfe-Datei, die Website und die Kinderfotos vom Pizzalieferanten des Chefprogrammierers ins Startmenü stopfen muss.

  5. Aaron Strontsman

    … und das war ja leider immer noch nicht alles: Viele Programme installieren zudem Verknüpfungen auf dem Desktop und dann noch welche in der Schnellstartleiste. Das Tüpfelchen auf dem Kuchen, ist es, wenn das Programm dann auch automatisch seinen „Schnellstarter“ einrichtet und mir anbietet, eine nutzlose Suchleiste für den Internetexplorer zu installieren.
    Noch toller sind eigentlich nur die Kreationen diverser Hardwarehersteller, die zu doof sind, einfach einen Standardtreiber zu ihrem Produkt mitzuliefern, und stattdessen darauf bestehen, dass der Nutzer eine im 256-Farben-Modus zu betreibende und mit Logos zugepflasterte unnötig große Software installiert.