Jetzt erst recht

„Irgendwie war der Verlust des Internetzugangs spannender als das Internet heute ist“

So richtig internetsüchtig ist eigentlich kaum jemand. Fast jeder kann mal für ein paar Tage Mails Mails sein lassen, an die frische Luft gehen, den Kopf freimachen. Sich auf Wahrnehmungen konzentrieren, die keinen Quelltext als Grundlage haben. Kommunizieren ohne die Finger zu bewegen.

Das gilt natürlich nicht, wenn die Internetverbindung nicht klappt. Dann werden Modems rausgekramt, Fallback-Verbindungen reaktiviert und – Gott bewahre – Supporthotlines gequält. Und wenn man dann wieder online ist, kann man beruhigt offline gehen.

5 Kommentare.

  1. Ach, auch von der Großstörung heut früh betroffen gewesen? ;-)

  2. Nö, ich nicht :-P

  3. Das kommt mir irgendwie verdammt bekannt vor. ;)

    Wobei Support Hotlines anrufen sehr selten hilft, da wird man dann eher angemeckert, warum man denn noch um diese Zeit anruft. Ganz nach dem Motto „Wie koennen Sie es wagen Nachts Online sein zu wollen!“
    Aber das ist eine andere Geschichte.

  4. Habe es neulich tatsächlich gewagt bei der 1und1-Hotline anzurufen. Allerdings erst nach 24 Stunden DSL-Ebbe und großen Einwahlproblemen mit dem Analogmodem… Einerseits sehr deprimierend, andererseits sollte ein Gespräch mit deren Hotline mich sehr optimistisch für meine Zukunft machen: Wenn derart inkompetente und ahnungslose Vollversager einen Job bekommen, brauch ich mir wirklich keine Sorgen zu machen :)

    „So und jetzt geben Sie mal ein: ‚ping LEERZEICHEN ip LEERZEICHEN cofig LEERZEICHEN -all‘ was kommt da?“
    Und tut dann auch noch so als ob „Ping-Anforderung konnte Host ‚ip‘ nicht finden.“ ihr irgendwas bei der Fehlersuche gebracht hätte… Argh

  5. Ja, das ist mir auch mal passiert. Eigentlich war der Arcor-Support immer super, ehrlich. Aber einmal geriet ich an so eine renitente Frau, die meinte, ich hätte ja keine Ahnung. Ich sagte ihr, dass in meinen Router-Logs klar ersichtlich sei, dass die Verbindung von „ihrer“ Seite aus getrennt würde. Sie sagte:
    „In den WAS?“
    „Den Logdateien meines Routers.“
    „Aha! Setzen sie den doch mal auf Werkseinstellungen zurück!“
    „Das geht nicht.“
    „…???“
    „Ist kein Hardwarerouter, sondern ein PC, auf dem ein Linux werkelt, der übernimmt Routing- und Filterfunktion hier.“
    „Ja, das geht nun gar nicht. Der muss ab! Sie müssen direkt an das Modem gehen, da muss Windows sein!“
    Ich dachte, ich werde wild. Sie meinte dann, mit den Logeinträgen würden die Techniker nichts anfangen können (huh?), sie bräuchten unbedingt die Windows-Fehlermeldung. Und wenn hier nur Linuxe laufen? Ist nicht so, aber das hätte sie sicher zum Auflegen gebracht. Naja. Ich habe dann selbst aufgelegt und nochmal angerufen, um einen anderen Mitarbeiter zu bekommen :-) Aber sonst habe ich wirklich nur gute Erfahrungen mit dem Support gemacht.