Nerds und Geeks bei der SZ

Ganz versteckt am Rand der Onlineausgabe der Süddeutschen Zeitung habe ich das Internet-Wörterbuch networds gefunden. Es hat sogar brauchbare Artikel zu meinem Thema.

geek

Bezeichnung für einen Computer- und Online-„Spinner“ (on-line). Ursprünglich waren damit negative Klischeevorstellungen verbunden: ein asozialer, blass aussehender „Besessener“, der seine Zeit ausschließlich am Computer verbringt. Nach 1990 kam es zu einem Bedeutungswandel, da das Wort zunächst von den Betroffenen (also den „Geeks“) in ironischem Protest zur Selbstbezeichnung verwendet wurde. Heute allgemeine Bezeichnung ohne Wertung für einen skurrilen Charakter, der verrückt auf Computer- und Online-Aktivitäten ist, der nicht nur seine Arbeits-, sondern auch seine Freizeit am Rechner verbringt und in der Regel der Allgemeinheit auch das entsprechende Fachwissen voraus hat. Im Unterschied zu „Nerds“ (nerd) sind „Geeks“ keine Einsiedler, sondern suchen durchaus Kontakt bzw. bilden eine eigene Gemeinde mit einer Art geheimem Erkennungscode. Ihr gesellschaftliches Leben spielt sich im Unterschied zum „Normalsterblichen“ jedoch hauptsächlich online ab; vgl. mouse potato.

nerd

1. Abwertende Bezeichnung für jemanden, der zwar überdurchschnittlich intelligent ist, aber wenig begabt für Smalltalk und sonstige soziale Rituale; vgl. geek. 2. In ironischer Anspielung auf (1.): lobende Bezeichnung für jemanden, der weiß, was wirklich wichtig und interessant ist, und den der „Lärm der Welt“ nicht vom Wesentlichen ablenken kann. Wortverwendung so von Hackern (hacker) geprägt, von denen einige sogar „Nerd Pride“-Buttons tragen, und zwar nicht nur scherzhaft.

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