Archive for the 'Fiction' Category

Dramaturgische Schwachstärken

Gene Roddenberries futuristische Star-Trek-Welt hat einen dramaturgischen Makel: jedes Offiziers-Quartier hat zwar einen eigenen Replikator, aber wo sind die Toiletten?

Zwar wird ab und an verschämt von einer “sonar shower” erzählt – der reinliche Zukunftsmensch muss sich dafür nicht Mal ausziehen – aber ein Klo hat es nie in die Geschichten von übermorgen geschafft. Nicht Mal ein Schallklo. Die Brückenoffiziere brauchen nie eine Pinkelpause und der Kapitän nimmt die Nachrichten aus dem Hauptquartier gerne im Bett oder auf dem Holodeck an, aber nie im Badezimmer.

Ach, wäre Twitter nur auch so.

The sexy engineer

Wer hatte in allen Star Trek-Serien am meisten Sex? Kirk? Riker? SevenOfNine oder B’Elanna Torres?

Nein, die Antwort ist: Miles Edward O’Brien.

Messy

Real life is messy, inconsistent, and it’s seldom when anything ever really gets resolved. It’s takten a long time to realize that.

Hollis Mason, Under the Hood

Notfall-Plan

Immer wenn ich eine böse Webseite sehe, öffne ich das Fenster zur Straße und rufe um Hilfe.

Nach drei bis vier Stunden – manchmal dauert es auch etwas länger – kommt dann Herr Bosbach vorbei und schaltet den Computer ab.

Dann ist wieder alles gut.

Conspiracy

Verschwörungstheorie des Tages: Der NSA kontrolliert Dein NAS!

Nerd World Domination!

Was glaubt ihr eigentlich, wofür das CERN gedacht war? Und da Nerds alle Conspiracy-Seiten kontrollieren, blieben ihre dunklen Pläne im Verborgenen. Bis jetzt. Niemand hält sie jetzt noch auf!

Entwicklungsland 2.0

Google und Facebook haben gewonnen, die Privatsphäre kollabiert – und was machen Staat und Industrie damit? KFZ-Anmeldung über das Internet. Teilweise. Irgendwann. Wo bleiben die interessanten Anwendungen?

Warum kann ich mit meiner Payback-Karte immer noch nicht meine Einkäufe twittern? Und wo bleibt das Mashup zwischen DeutschlandCard und dem E-Perso? Wann kann ich endlich bei Beate Uhse Bonusmeilen sammeln und die dort gesammelten Vorlieben auf ElitePartner übertragen? Wann zeigt mir Amazon die Single-Frauen in meiner Umgebung an, die Tucholsky lieben und ein passendes Ladegerät für mein Handy auf dem Nachttisch liegen haben? Der Rest ergibt sich dann schon. Daten lügen nicht.

Verbotenes WLAN

Heise berichtet von dem spannendsten Tech-Eifersuchtsdrama seit der Windel-Astronautin:

In dem Eifersuchtsdrama hatte die Täterin nach Angaben der Staatsanwaltschaft Stade bei studiVZ drei Scheinidentitäten entwickelt und darunter Kontakt zu der neuen Lebensgefährtin ihres Ex-Freundes gesucht. Unter der falschen weiblichen Identität erschlich sie sich in diversen Mails und Nachrichten das Vertrauen der neuen Lebensgefährtin. Die dadurch gewonnenen Informationen nutzte sie, um die Lebensgefährtin unter Verwendung der männlichen Scheinidentität über Monate hin bei ihrem Ex-Freund zu kompromittieren. Dabei überzeugte sie diesen sogar, dass seine neue Freundin hinter einer Sachbeschädigung an seinem Wagen steckte.
[...]
Da die vermeintliche Täterin aber im Urlaub war, konzentrierten sich die Ermittler auf die studiVZ-Identitäten und folgten diesen über die Daten aus einer Mail zu einem DSL-Anschluss in Zeven. Dort stellte sich heraus, dass der Anschlussinhaber mit der Sache nichts zu tun hatte, jedoch ein offenes WLAN betrieb. Dieses wurde offenbar von der Täterin genutzt, die in der Nachbarschaft wohnte und nach ihrer Identifizierung sofort ein Geständnis ablegte.

Jetzt bleibt die Frage: wie ging es weiter? Gab es ein Happy End?

Sind Jan und Charlotte wieder zusammen gekommen, nachdem die Polizei den bösen Plan der Carla von Anstetten durchkreuzt hat? Kann Charlotte Jan verzeihen, dass er aus Rache für sein kaputtes Auto ihre externe Festplatte mit den teuren Modell-Fotos gelöscht hat? Funkt es nun auch zwischen Carla und David, nachdem sie seinen WLAN-Anschluss missbraucht hat? Und was will der zwielichtige Gero mit seinem schwarzen MacBook Pro?

Schalten Sie auch morgen wieder ein, wenn es heißt: “Verbotenes WLAN”.

Damals und heute

Vor langer Zeit – so erzählen sie – wurden Galeeren von Sklaven angetrieben. Mit rostigen Ketten an ihren Bänken festgeschmiedet, mussten sie tagaus und tagein rudern. Ein Trommler gab ihnen den unbarmherzigen Takt vor. Sie sollten nie entkommen, der Tod auf See war ihr Schicksal.

Heute gibt es Blackberry.

Extension

…und da war da noch der Geek, der sich einen vier Meter längeren Darm implantieren lassen wollte. Nach seiner Berechnung würde es dann ausreichen, alle drei Tage zirka 15000 Kalorien zu sich zu nehmen. Die Nahrungsaufnahme wäre demnach auf ein erträgliches Maß reduziert. Produktive und interessante Coding-Sessions müssten nicht mehr unnötig unterbrochen werden.

Er fand tatsächlich einen willigen Chirurgen. In letzter Minute wurde die Operation aber wieder abgesagt. Angeblich hatte der Patient herausgefunden, dass die Computer des Krankenhauses immer noch auf Windows NT liefen und daher das Vertrauen in seinen Arzt verloren.

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