Unechtzeit

Wie pervers ist es, wenn man etwas im Broadcast-TV guckt, wenn man den selben Content auf Festplatte hat?

1 Kommentare.

  1. Oh, da habe ich eine Theorie: Das Programm als kategorisches Imp^H^H Ordnungsprinzip.

    Nicht nur, dass man sich zum Sendetermin vor dem Gerät einzufinden hat. Wenn ein Programm im Broadcast-TV läuft, kann man auch nicht einfach aufspringen und zur Toilette gehen. Man hat bitteschön die Werbepausen abzuwarten (Grenzwertig: Nach Jahren Privatfernsehen mal wieder einen Tatort schauen!).

    Die Anwesenheitspflicht führt zu einer gewissen Disziplinierung und je nach Disposition auch zu einer verbindlicheren Rezeption (Man muss ja, weil man nicht anders kann).

    Ich glaube sogar, dass es – neben der Faulheit Agenten zu füttern und allgemeiner Unentschlossenheit sich Gedanken über die eigenen Sehgewohnheit zu machen – genau dieses Ordnungsprinzip ist, dass dem Broadcast-TV noch recht lang sein Überleben sichert.