Sperrt HTTP!

Spiegel Online berichtet von neuen Träumen der Musikindustrie:

Anhand des verwendeten Internet-Protokolls sollen Provider Tauschbörsen-Datenverkehr ihrer Kunden ausmachen. Die Forderung der Musikindustrie: Provider sollen alle Dienste blockieren, die „bekanntermaßen vor allem Urheberrechte verletzen“ oder „Maßnahmen abgelehnt haben, um solche Verstöße zu verhindern“.

Au ja. Sperrt HTTP!

Wir können ja auf Gopher ausweichen.

4 Kommentare.

  1. HTTP ist gar nicht so dramatisch. Viel interessanter ist ja, was per NNTP, FTP oder SMTP (bzw. dessen Binär-Anhänge *g*) so getauscht wird. Dagegen ist das HTTP-Übertragene Internet ja direkt lächerlich.

    Merken die Pseudoexperten natürlich nicht, weil das über ihr Hier-und-Da-klicken-Wissen hinausgeht.

    Wenn es nicht so erbärmlch wäre, könnte ich glatt drüber lachen.

  2. Dirk: Gemeint sind wohl Bittorrent, Gnutella und Edonkey.

  3. Irgendwie denkt die Musikindustrie komplett falsch. Die haben den Zug nicht nur verpasst, sondern wollten lieber zu Fuß laufen und bemühen sich jetzt (ohne Erfolg) um Schadensbegrenzung, obwohl sie sich dumm und dämlich verdienen könnten…

  4. @Thorsten: Bittorrent für dsa beschaffen von Filmen, etc. hat seine Beste zeit imho auch schon hinter sich. Aktuell sind 1-Klick-Hoster ja sehr im kommen. Nie weg, aber lange Zeit unbeachtet war ja das Usenet, vor einiger Zeit massiv ausgeschlachtet von UseNext.

    Der Großteil wird imho aber immernoch über FTP getauscht. :)