Die Zeit schreit nach Online-Diensten

Heise schreibt: Arcor installiert leicht umgehbare Netzsperre für YouPorn. Eigentlich kein Wunder – denn schwer umgehbare Netzsperren kosten viel Geld und sorgen im Zweifel für unerwünschte Nebenwirkungen. Alles, was unterhalb der chinesischen Internet-Zensur – mit Millioneninvestitionen, staatlich kontrollierten Providern und Tausenden von Spitzeln – angesiedelt ist, ist eh eine Placebo-Sperrung, die keinen pubertierenden 13jährigen ernsthaft abhalten kann.

Das wäre vielleicht die Zeit für eine Rückbesinnung im Hause AOL. Wie man immer wieder lesen kann, geht es dem Provider im reinen Internet-Geschäft derzeit gar nicht gut. Die Kunden bekommen quasi die gleichen Leistungen auch woanders: im Zweifel billiger und schneller. Was läge also näher als sich auf die Wurzeln des Erfolgs zurückzubesinnen. Ich erinnere mich noch an die AOL-Software der 90er Jahre. Dort gab es allerhand vernetzte Dienste – und irgendwann auch einen Knopf, mit dem man in das freie Internet ausbrechen konnte.

Das Geschäftsmodell: betreutes Internet. Grenzenlose Freiheit – aber bitte nicht zu viel. so wie das BILD-Handy das Internet-der BILD-freischaltet, könnte AOL nun ein Angebot für Internet-Anfänger aufsetzen. Freies Surfen bei den AOL-Angeboten, dazu dann noch 6000 bis 10000 handverlesene Webseiten. Sogar Web 2.0 könnte drin sein, T-Online macht es schließlich vor.

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